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Akne-Forum e.V., Akne, Aknetherapie DERMATOLOGEN

Hormone - Neues und Faszinierendes

An dieser Stelle möchten wir unseren Fachlesern (und natürlich auch den interessierten Laien) neue und faszinierende Erkenntnisse, vorgetragen von Prof. Zouboulis (Charité Universitätsmedizin Berlin) in Dresden anlässlich der 43. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft - Vereinigung Deutschsprachiger Dermatologen e.V. im April 2005 mitteilen.

Prof. Zouboulis führte aus, das schon im Laufe der letzten 150 Jahre die Haut als ein Zielorgan für Hormone anerkannt wurde. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch die vielfältigen Reaktionsweisen der Haut auf Hormone.

Die Hormone beeinflussen die Entwicklung und natürlich auch die Funktion der menschlichen Haut, die andererseits auch Hormone produziert und freisetzt.
Sie wirken durch klassische endokrine, aber eben auch durch parakrine, autokrine und intrakrine Mechanismen, um ihre pleiotropen Mechanismen zu erfüllen. Darüber hinaus metabolisiert die Haut Hormone und produziert Derivate mit potentieller systemischer Wirkung.

In jüngster Zeit beschäftigen sich einige Arbeitsgruppen, so auch die Gruppe in Berlin, mit der Identifizierung komplexer endokriner Eigenschaften der Haut, wie Expression und Funktion bestimmter Hormonrezeptoren, Synthese systemisch bedeutsamer Hormone, Aktivierung, Inaktivierung und Eliminierung der Hormone in spezialisierten Hautzellen, Ausübung biologischer Aktivität und Freisetzung von Hauthormonen in den Kreislauf.

Solche Befunde führen schließlich zu völlig neuen Vorstellungen bezüglich der Rolle der Haut und ihrer Hormone bei der Erhaltung der Homeostase und der Entwicklung lokalisierter und systemischer Erkrankungen.
Außerdem weisen sie auf eine endokrine Autonomie der Haut hin!

Der faszinierende Schluß: Die menschliche Haut erfüllt alle Anforderungen eines peripheren - und somit des größten - endokrinen Organes!

Die Anstrengungen der damit befassten Arbeitsgruppen richten sich verstärkt darauf, die pharmakologischen und therapeutischen Wirkungen der Hormone, ihrer Rezeptoren und ihrer Antagonisten genauer zu erforschen.
Diese Ziel wurde immerhin schon für Kortikosteroide, Androgene, Östrogene, Vitamin-D-Analoga und Retinoide realisiert, Substanzgruppen, so Prof. Zouboulis, die heute einen festen Platz in der Dermatotherapie besitzen!



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